Die "Cova des Pas de Vallgornera" (62km)

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Aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit wurde die "Cova des Pas de Vallgornera" von der Regionalregierung der Balearischen Inseln in die Liste der vorgeschlagenen SCI (Site of Community Interest) aufgenommen, um sie in das Europäische Netz Natura-2000 zu integrieren. Inzwischen steht die Höhle unter der Referenznummer ES5310049 auf der Liste von Spaniens SCI.
Die Regierung der Balearen stellte sie unter Naturschutz und begrenzte den Zutritt.


FORSCHUNGSGESCHICHTE

1968 - Der 8 Meter tiefe Einstiegsschacht der Höhle wird während der Ausgrabungsarbeiten für einen Brunnen des Hotels "Es Pas" entdeckt.

1990 - Es wird von den Speläologen der Gruppe EST, sowie Mitgliedern der Sektion Speläologie von ANEM beschlossen, eine Topografie zu erstellen und eine Studie über die Höhle zu erarbeiten. Die Arbeiten werden 1992 abgeschlossen, womit ca. 2.000 m der Höhle erforscht sind.

1994 - Es wird ein Durchgang gefunden, der weitere Galerien zugänglich macht. Die Forschungs- und Topografiearbeiten werden wieder aufgenommen.
Die Studie dieses neuen Sektors, genannt "Neue Erweiterungen", endet 1999.

1997 - Der Einstieg der Höhle wird mit einer Betonplattform versiegelt

1998 - Nach einem Zeitraum des Erhaltens kommt es mit dem Direktor der Abteilung für Artenvielfalt des Umweltministeriums zu der Vereinbarung zwischen Ministerium und Rathaus für den Schutz der Höhle und man realisiert eine Reihe von Bauarbeiten an dem Einstieg.

1999 - Die Studien und die Topografie der neuen Erweiterungen werden abgeschlossen: insgesamt werden 6 435 m topografisch erfasst.
Man veröffentlicht die Studie in der Zeitschrift "ENDINS" Nº23 vom Oktober 2000.

2002 - Die Forschungsgruppe "Grup Espeleològic de Llubí" (GELL) beantragt beim Balearischen Höhlenforscherverband die "Cova des Pas de Vallgornera" als Arbeitszone, wiederbeginnend mit den Studien und Erforschungen in der Höhle, ab dem Wissensstand der vorangegangenen Studien.
Das Projekt stützt sich im wesentlichen auf die Studie der Speläo-Themen und die Studie der Luftströmungen, welche man am Einstieg und verschiedenen inneren Punkten verzeichnet hat, sowie ihren möglichen Bezug zu den Schwankungen des Wasserspiegels.
Weiterhin wird angestrebt, gemeinsam mit dem Govern Balear (Inselregierung) ein Besuchs- und Schutzsystem zu realisieren.



ENTDECKUNG DER NEUEN SEKTOREN DER "Cova des Pas de Vallgornera"

19-06-2004 - Am Ende des Sees "Llac de Na Gemma" nimmt man den Luftstrom hinter sich war. Man stoppt ein weiteres Mal im "Sala de Na Bàrbara", um herauszufinden, woher der Luftstrom kommt, folgt ihm und nach der Vergrösserung eines kleinen Durchschlupfes, kommt man in einen Saal von mittlerem Ausmass, an dessen Ende man durch ein enges Walzwerk von ca. 3 Metern Länge Zugang zu einem enormen Saal hat. Ohne Zweifel, nachdem man den grossen Pfropfen überwunden hat, welcher die Hauptgalerie verstopft, entdeckt man den Zugangsweg.

Nach einer ersten Erforschung diesen enormen Saales beginnt man sich darüber klar zu werden, dass es nicht nur ein Saal mehr ist, sondern der Grösste, den man je auf Mallorca gesehen hat und dass man das Ende noch nicht sehen kann. Man weiss nicht, wieviel Meter Länge er hat. Die Zahlen, die einem durch den Kopf gehen, sind etwa 200 bis 300 Meter Länge mal 40 bis 60 Meter Breite und 10 bis 20 Meter Höhe. Es ist beeindruckend und es gibt keine Worte, um es zu beschreiben. Tatsächlich findet man keinen Namen, welcher ihm gerecht werden könnte, weshalb man ihn "Sala que No Té Nom" (Der Saal der keinen Namen hat) benennt.

Juli/Oktober 2004 - In den folgenden Monaten setzt man die Forschungen fort. Die Fortführung des "Sala que No Té Nom" führt durch die Galerie, welche man wegen ihrer Menge und Vielfältigkeit an Formationen "Galeria de los Espeleotemas" nennt, bis man auf andere Quergänge mit extremen Korrosionsformen trifft. Man schreitet weiter vor durch überschwemmte Gänge und Galerien, weshalb man sie "Es Sector Profund" (Der tiefe Sektor) nennt.

Nachdem mehr als 3 Monate seit der Entdeckung des "Sala que No Té Nom" vergangen sind, hat man mehr als 7 ganze Forschungs- und Topografietage realisiert und mehr als 1000 Meter Galerien vermessen, welche man zu der Anfagsstrecke der Höhle hinzuaddieren kann. Dennoch bleibt noch jede Menge zum Erforschen übrig.